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Monatsarchiv für Mai 2010

Mai 15 2010

Credibility und andere Fragen

Autor: nobby. Abgelegt unter Music

Einem Missverständnis ist vorzubeugen: Ich hab mal in einer Diskussion gesagt, man brauche Kriterien um Musik beurteilen zu können. Das führte zu der falschen Annahme, diese Kriterien stellten eine Art Messgerät bereit, mit dem man den ‘Wert’ des musikalischen Produkt messen könne. Die angeführten Kriterien sind eher Fragen, die Antworten können natürlich gegensätzlicher, widersprüchlcher Natur sein oder auch die Frage selbst ablehnen. Man sollte sie dennoch stellen.
Die 9 folgenden Punkte sind nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen, sie enstammen: George Lewis (Edit.): All that glitters, Country Music in America, Bowling Green Ohio, 1993. Sie beziehen sich auf Rootsmsuik in den USA, Country, Americana oder wie man es auch immer nennen möchte. Ich hab mir nur meine eigenen Gedankendazu gemacht.

1. Wie authentisch ist die Musik?
Die Aufzeichnungen im 19. Jhd. aber auch die späteren Field Recordings der Lomax Familie u.a. waren authentisch ohne dass sich die Frage gestellt hätte. Die aufgezeichneten Songs wurden unmittelbar dort entnommen, wo sie seit Jahren (Jahrhunderten) produziert worden waren. Gerade diese Fieldrecordings im Hinterkopf zu haben, führt später dazu, jetzt die Frage an Produkte der Massenkultur zu stellen (unabhängig von der Auflage:-)): Wie authentisch ist heute eine Aufnahme und wer stellt fest, was es heißt authentisch zu sein?
2. Ist’s auch kreativ?
Die zweite Frage markiert den ‘Hauptwiderspruch’ der Rootsmusik: Wie kann etwas zugleich kreativ sein und sich doch authentisch als etwas ‘Antikes’ darstellen? Diese in den unterschiedlichen Stilen unterschiedlich rigoros beantworteten Frage sollte davon ausgehen, dass auch die grundlegenden Roots (ob in den Appalachen oder im Mississippi Delta) erst in der kreativen Auseinandersetzung mit dem musikalischen Gut der Einwanderer entstanden sind. Im System der Kulturindustrie stellt sich darüber hinaus die Frage, was ist Kreativität, was ist Kompromiss, wenn Musik ein Produkt ist und keine Kunst?
3. Wo kommt’s her?
Als viele Menschen aus Kentucky etc. im Zweiten Weltkrieg in die Rüstungsbetriebe von Chicago kamen, war die Herkunft aus den Bergen nicht zu leugnen. In der Musik dieser Migranten waren die musikalischen Einflüsse fest definiert und nicht austauschbar. Heute gilt eine CD als besonders kreativ, wenn sie neben Cajun auch ein bischen Tejano und eine Prise Klezmer enthält. Welchen Wert behält dann der regionale Einfluss für den Künstler? Steht er im Zusammenhang mit dem Song, mit seinem Leben oder dient er nur dem Zweck, ein Produkt möglichst bunt zu gestalten?
4. Das lange Leben der Hillbillys
Die unterschiedlichsten Spieltarten der Rootsmsuik sind alle durch den Süden geprägt. Was wird aus dieser Musik, wenn sie nach Montana kommt? Oder nach Nürnberg oder Castrop-Rauxel? Hillbillys galten lange als die Deppen der Nation, ihre Kleidung wurde ins Lächerliche gezogen. Später definierten sie die amerikanische Art sich zu kleiden. Heutige Rootsmusiker kommen kaum aus, ohne sich auf Bilder aus den Bergen zu beziehen.
5. Folknazis oder Traditionalisten?
Im amerikanischen Folkrevival der 60er wurde die Traditionalisten um Pete Seehger als Folknazis beschimpft, weil sie sich weigerten musikalische Einflöüsse zuzulassen. Jedwede Änderung der Texte, des Stils, der Haltung und Absicht wurden als Verrat bezeichnet. Seeger in den USA und Ewan McCall in England haben sicher einen großen Wert als Bewahrer, ihre Blockade und Verhinderung hat aber auch manch kreatives Keimchen erstickt. Wenn man sich der Traditiion zuwendet, erhält man dann die Vitalität, die das Genre mal hatte, oder wird die Musik leblos und bleibt pure Kopie?
6. Pop wird dich auffressen
Was geht, was ist erlaubt? Entwicklungen wie Countrypolitain haben gezeigt, dass zu starke Anbiederung an die Popstile der jeweiligen Zeit nicht ohne Verlust an Substanz abgehen. Die häufig verstärkten Anleihen an die Rockmusik haben aber auch (Presley) neuze Stile (Rockabilly) und Wiederbelebungen gebracht.
7.Was soll’s?
Noch die abstratktesten Texte von Bill Monroe atmen den Geist der Kentucky Mountains. Seine Bluegrassmusik ist nur veständlich als Widerspiegelung des ländlichen südlichen Lebens. Countrymusik hat auch deshalb eine Attraktivität außerhalb der ursprünglichen Gemeinde, weil die Themen Tod, Sünde, Mama und die lange Straße oder Eisenbahn universell vestanden werden und Verknüpfungen mit dem Leben der Zuhörer möglich machen. Reaktion auf Countrymusik ist daher (wie auch auf andere Stile wie Hiphop etc.) ganz deutlich auch Reaktion auf die Inhalte.
8. Widersprüchlichkeiten
Ob man den ‘Devided Southener’ nimmt oder den Säufer Hank Williams, der gottesfürchtige Psalmen rezitiert: Rootsmusik war selten platt. Widersprüche in den Texten, zwischen Texten und Interpret oder zwischen Texten und den Realtäten der Zuhörer machen einen großen Teil der Faszination aus. Je moderner die Zeiten werden, desto mehr stellt sich die Frage, ob diese Widersprüche noch eine Rolle spielen.
9. Wo kommst du her?
Südstaatenmusik war und ist Redneckmusik, also die Musik der weißen Arbeiterklasse. Merwürdigerweise fand sie per Garth Brooks u.a. den Zugang zur weißen lifestyle-bewussten Kleinbürgerschaft der Städte. Zwangsläufig (?) gingen damit auch Kreativität und Authentizität verloren. Anders die Erfolgsgeschichte der Frauen: Emmylou Harris oder noch stäker die intellektuellere K.D.Lang stellen andere Sozialisiationen dar. Glaubhaft sind sie geblieben.

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