Wo kommt eigentlich das rechtsradikale Gedankengut her??
Die CDU-Abgeordnete Gudrun Pieper sorgte am Mittwoch (7.Dez.2011) für einen Eklat. Auf ihrer Homepage betont die Abgeordnete aus Schwarmstedt, dass sie neuem Gedankengut gegenüber immer aufgeschlossen ist. Ob sie meint, dass rassistische Gedanken derzeit Konjunktur haben, hat sie nicht bestätigt.
So war auch die Empörung im Landtag groß, als sie der türkischstämmigen Grünen-Abgeordneten Filiz Polat zurief: “Am besten hätte man Sie abschieben sollen.” Anscheinend hat sie aber gemerkt, dass die Zeit noch nicht ganz reif für diese Ideen ist, sie entschuldigte sich bei Frau Polat und dem Parlament.
Wenn dergleichen in einem Landtag geschieht, muss man sich nicht wundern, wenn ausländerfeindliche und antisemitische Gedanken in der ‘Mitte der Gesellschaft’ angekommen sind. Schon vor einem Jahr berichtete der Spiegel über eine Untersuchung, derzufolge 35% der Deutschen meinen, dass die Bundesrepublik “in einem gefährlichen Maße überfremdet” sei.
Im Emsland sind alle katholisch, die Katholiken haben sich am längsten gegen die Nazis gewehrt. Hier waren eigentlich alle dagegegn und gewusst hat auch keiner irgendetwas von irgendetwas.
Die Verdrängungen sind im Emsland nicht anders als im restlichen Deutschland gewesen. Auch hier wird 66 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus die Einrichtung einer Gedenkstätte als moralische und mutige Handlung gefeiert. Kurz nach dem Krieg sah das anders aus: Damals wurde z.T. erbittert gerungen über die Deutungshoheit der Ereignisse von 1933-45. Es gab tatsächlich Verurteilungen durch deutsche und alliierte Gerichte ebenso wie Verdrängungen und Persilscheine.
Bei den Kommunalwahlen im Emsland konnten die GRÜNEN ihren Stimmenanteil deutlich verbessern, z.T. verdoppeln oder verdreifachen. So kam es, wie es kommen musste: Weil der Stimmenanteil in meiner Heimatgemeinde ganz positiv ausfiel zog auch ich als fünftes Mitglied in den Kreistag ein. Neben den Städten Lingen, Meppen und Papenburg konnte sich unser Wahlbezirk als einziger der sog. Umlandgemeinden mit einem Abgeordneten durchsetzen.
Ob ich in meinem Blog auch über meine politische Arbeit berichten werde, weiß ich noch nicht. Schwerpunkt wird hier auf jeden Fall die Musik bleiben. Ich bin gespannt.
For my English and American friends: This year’s election made me a member of the county council in my home region Emsland. I’m part of the Green Party group in the newly elected council. It was (to be honest) a surprise for me too.
Frankie and Johnny were sweethearts, but he done her wrong.
Das sind die beiden stärksten Bilder des Songs Frankie and Johnny, eines der am häufigsten aufgenommenen Songs der US-Folklore. Überraschenderweise hat Frankie Johnny erschossen und nicht umgekehrt, ebenfalls überraschend ist, dass Frankie nichtv erurteilt wurde sondern frei blieb bis an ihr Lebensende.Doch der Reihe nach:
Im October 1899 wurde Allen Britt von Frankie Baker erschossen. Am Abend danach hatte ein Mann namens Bill Dooley bereits einen Song darüber geschrieben, den er in den Kneipen von St. Louis vortrug. Die Geschichte sollte danach verschiedenste Variationen durchlafen. Fakt ist, dass Frankie eine schwarze Prostituierte war, in etwa 25-26 Jahre alt, die ihren Liebhaber (Zuhälter?) Allen, genannt Al, lange Zeit ausgehalten und finanziell verwöhnt hatte. Besagter Al (daher der ursprüngliche Titel ‘Frankie and Albert’) war weniger treu als sie gehofft hatte, er hatte ein Techtelmechtel mit Alice Pryor (im Lied oft als Nellie Bly bezeichnet). Frankie geht eines Abends raus, sucht Al in den Kneipen und stellt ihn zur Rede. Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause und bedroht ihn mit einer Pistole, die sie ihrem Vater (einem Polizisten) gestohlen hat. Al zieht ein Messer und sagt, dass er sie töten werde, wenn sie Alice aufsuchen würde. Dann wirft er mit einer Lampe nach ihr. Wahrscheinlich trifft sie ihn in der Dunkelheit eher unbeabsichtigt. Al ist schwer verwundet und geht zu seiner Mutter, deren einziger Sohn Al ist/war. Dort stirbt er.
Als Grab
Diese reale Geschichte enthält schon viele Elemente dieses und vieler anderer Folksongs: Frankies Suche, der untreue Mann, das versehentliche Töten, der einzige Sohn und die trauernde Mutter. Tatsächlich werden mehrere Dissertationen veröffentlicht, welche die Geschichte und die Variationen des Songs (mehrere Hundert) untersuchen.
Cisco Hustons Version:
Frankie and Johnny were lovers
Oh lordy, how they could love
Swore to be true to each other
Just as true as the stars above
He was her man, but he done her wrong
Well, Frankie went down to the corner
To get a bucket of beer
She said to the fat bartender
“Has my lovin’ Johnny been here?
He was my man, I think he’s doing me wrong”
“Well, I don’t want to cause you no trouble
And I don’t want to tell you no lies
But I seen your man about an hour ago
With that high-browed Nellie Bly
He was your man, I think he’s doing you wrong”
She took a cab at the corner
And said “Driver step on this can
For you’re looking at a desperate gal
Been two-timed by her man
He was my man, but he done me wrong”
Then Frankie went home in a hurry
She didn’t go there for fun
Frankie went home to get a-hold
Of Johnny’s shooting gun
He was her man, but he done her wrong
Frankie peeked over the transom
And there to her surprise
She saw her lovin-man Johnny
With that high-browed Nellie Bly
He was her man, and he was doing her wrong
Then Frankie pulled back her kimono
And she pulled out a small .44
And root-e-toot-toot three times she shot
Right through that hardwood door
He was her man, but he done her wrong
“Well roll me over on my left side
Roll me over so slow,
Roll me over on my left hand side, Frankie,
Them bullets hurt me so,
I was your man, but I done you wrong”
Now, bring round your ruber-tired buggy
And bring round your rubber-tired hack
I’m taking my man to the graveyward
I ain’t gonna bring him back
He was my man, but he done me wrong
Well this story has no moral
And this story has got no end
Well the story just goes to show you women
That there ain’tt no good in men
He was her man, but he done her wrong
Diese Version ist der ursprünglichen Geschichte ziemlich nah, verschweigt aber, dass Al bei Frankie zu Hause ist und setzt eine direkte Konfrontation mit Nellie voraus, die nicht wirklich stattgefunden hat. The story has no moral erschien eigentlich als sonderbare Behauptung, denn es werden schon einige moralische Urteile (vor allem über Al ausgesprochen). Überhaupt ist die Aussage ‘he done me wrong’ die stärkste des Songs, sie findet sich in nahezu allen Variationen. Die fehlende Moral hatte wahrscheinlich ihren Ursprung in der Tatsache, dass Frankie zwar für kurze Zeit hinter schwedische Gardinen musste, aber in der folgenden Gerichtsverhandlung wurde sie freigesprochen. Dies scheint nicht allen Sängern in den Kram zu passen. So heißt es z.B. in der bekannten Version von Bob Dylan:
Frankie went to the scaffold
Calm as a girl could be
Turned her eyes up toward the heavens
Said “Nearer, my God, to Thee”
He was her man but he done her wrong
Dieses moralisierende Ende ist wahrscheinlich die stärkste Verzerrung. Bei anderen Versionen geht es eher darum, einzelne Elemente zu verstärken und auszugestalten, z.B. die Suche. Dass eine Frau ihren berügerischen oder auch trinkenden Ehemann in den Kneipen der Stadt sucht, ist ja ein Motiv, dass sich in den verschiedensten Songs findet und dementsprechend oft auch ausgemalt wird.
She went to the barroom
bought a bottle of beer
“Good morning, bartender
has my lovin man been here?”
Dass Frankie Al vielleicht unbeabsichihgt in der Dunkelheit getroffen hat, wird zwar nie erwähnt, dennoch taucht das Motiv der Dunkelheit auf:
Frankie went down a dark alley
heard a bulldog bark
And here lay her Albert
shot right through the heart
Ein anderes Element (der einzige Sohn) findet sich in einer der ältesten Versionen: Alan und John Lomx besuchten 1934 das Angola-Gefängnis und nahmen Songs mit Leadbelly auf, der folgende Strophen vortug:
Frankie went to Albert’s mother,
Fell across her knees,
Said: “I’m sorry I killed your son,
Won’t you excuse me please?
He was my man, but he done me wrong.”
“I will forgive you, Frankie,
I will forgive you not.
You sho’ shot Albert,
He’s the only son I got,
He was my son, and the only one.”
Zuletzt noch ein Cartoon, der sich der Geschichte annahm:
Weitere Information im entsprechenden Wikipediaartikel oder in dem Aufsatz von Cecil Brwon in Greil Marcus Buch: The rose and the briar, der diesem Text auf die Sprünge geholfen hat.
Mance Lipscomp: Frankie and Albert (Captain Captain)
Stevie Wonder: Frannkie and Johnny (Early Classics)
Benny Goodman: Frankie and Johnny (How high the moon)
Furry Lewis: Frankie and Johnny (Shake em on down)
Sam Cooke: Frankie and Johnny (Sam Cooke)
Doc Watson and David Grisman: Frankie and Johnny (Doc and Dawg)
Tex Mortoon: Frankie and Johnny (You and my old guitar)
Snakefarm: Frankie and Johnny (Songs from my funeral)
Insiders: The new Frankie and Johnny (The way we were)
Bob Dylan: Frankie and Albert (World gone wrong)
Hazel Meyers: Frankie Blues ((Edna Hicks - Hazel Meyers - Laura Smith Vol. 2 (1923-1927))
Erroll Garner: Frankie and Johnny Fantasies (Complete Jazz Series 1946-47)
Tommy Jarrell, Oscar Jenkins and Fred Cockerham: Frankie Baker (Stay All Night…and Don’t Go Home)
Paul Clayton: Frankie (Folksongs and Ballads of Virginia)
Bei einem ganztägigen Besuch der Zeche Zollverein in Essen blieb die Kamera natürlich nicht zu Hause. Die ersten Fotos hab ich jetzt in einem neuen Flickr-Set zusammengefasst. Andere werden folgen. Die meisten Fotos musste man nicht bearbeiten, weil der Anblick für sich sprach.
Mekons will return on September 27 with their long awaited new album”Ancient and modern”. It took several years before this shall appear in shops and mailorders. The band relaunched their old record label SIN, waich already ran between 1985 and 1988.
Pitchfork has free download for “Space in your face”
Tracklist:
01 Warm Summer Sun
02 Space in Your Face
03 Geeshie
04 I Fall Asleep
05 Calling All Demons
06 Ugly Bethesda
07 Ancient & Modern
08 Afar & Forlorn
09 Honey Bear
10 The Devil at Rest
11 Arthur’s Angel
Ich hab in diesem Jahr meinen Frieden mit dem OBS gemacht: In den letzten Jahren war ich zunehmend unzufrieden mit der Musik: das letzte Jahr stellte einen Tiefpunkt dar. Nun ist es so, dass ich die für mich passende Balance zwischen Bühne und Zeltplatz gefunden hab. Meine beiden Töchter sind ja seit dem ersten Festival dabei (mit damals 11 Jahren) und ohne sie hätte ich mich vielleicht schon vom OBS verabschiedet. Sei’s drum:
Ich kann also nur zu einigen Bands was sagen:
C-Types aus Frankfurt waren für den Freitag ok, warfen aber die Frage auf (analog zum Blues): Can straight people play trash, oder auch: Kann man Trash sauber nachspielen? Ne, geht nicht. Aber ansonsten waren sie ok, der Sänger war grenzwertig mit seinem ‘impulsiven’ Gehabe. Aber als Unterhaltung für den ersten Tag waren sie ok.
Golden Kanine waren eine große Überraschung: Sie hatten mir bereits zuvor ganz passabel gefallen, aber das OBS-Konzert war was besonderes, weil sie mit Bläsern auftraten (Bertholonis), die anscheinend nur für den Gig ein komplettes Arragement ausgearbeitet hatten. Das brachte tüchtig Schwung in die Bude und hinterließ ein recht angenehmes Gefühl, als wir zurück zum Zelt gingen.
Am nächsten Tag hielten Mirac. Mule, was sie versprachen. Sehr erdig, gospelig, alles passte und hatte Stil. Auch ein Ton oder ein Wort kann da stark rüberkommen.
Great Bertholinis: Da hatten mir schon die Bläser am Vortag gut gefallen und das eigene Konzert war prima: Die Musik erscheint mir ein wenig konstruiert, aber andere fanden, es käme ganz locker. Ist auch nicht so wichtig, auf jeden Fall war es eine gute Stilmixtur, dier sich nicht bei Stilen anbiederte sondern sehr eigensträndig war.
Dan Mangan war der Höhepunkt des zweiten Tags: Hasuptsächloich weil sie sich offensichtlich vom wieder einmal hervorragenden Publikum inspirieren ließen. Die Songs hatten Aussagen von Verstand, die Arrangements waren geschmackvoll und die einzelnen Musiker übernahmen sich nicht. Mir kam es eher als ne reife Bandleistung vor, wenn auch der Herr Mangan natürlich auf sehr sympathische Weise dominierte. Die mit Effekten gespielte Trompete gab der Musik natürlich auche Note, die über die klassische Besetzung hinauswies. Madison Violet ham mir am besten gefallen. Da war natürlich eine massive mainstream-Nähe zu spüren und auch ein Schielen auf den komerziellen Erfolg. Die Songs demnach z.T. seicht, z.T. witzig, nicht zu vergleichen mit Mangan. Aber der Gesang war wunderschön und die ganze darbietung nett und angenehm. Schaut auch den stream beim Rockpalast an, so war’s.
Tamikrest waren nicht sooo viel anders als im Jahr zuvor, haben aber nicht enttäuscht. Young Soul Rebel hatten eine Pogues-Seite, die mir gefiel. Nichts Herausragendes, aber eine gute ziemlich englische Band.
Geärgert hab ich mich über Slim Cessnas… In meinen Augen war’s Poser-Müll. Sehr monoton, sehr exaltiert. Für mich die größte Enttäuschung des Festivals, weil ich von ihnen nicht son Zirkus erwartet hätte. So gesehen die Anti-Mangans.
Von den anderen Interpreten hab ich nur n Teil gesehen, möchte mich daher nicht drüber äußern. Oder doch: Holmes: Die waren nicht schlecht, aber was zum Teufel hat das mit Gillian Welch zu tun?? Da war die Glitterhouse-Ankündung nicht nur albern (wie oft sonst) sondern ärgerlich, weil sie falsche Erwartungen weckte.
Aber ansonsten: Glitterhouse!! Die ham da wirklich eine schöne Arbeit hingelegt: Die Möglichkeit neue Musiker zu entdecken, Super Organisation, sehr angenehme Atmosphäre. 9 von 10 Punkten, um’s mal so
zu sagen. Der fehlende 10. Punkt? Ich denke, es wurden vielleicht doch zu viele Karten verkauft, denn wenn der Anteil der Zuschauer ein wenig größer gewesen wär, dann hätte man Probleme bekommen. Nachmittags ging’s, aber abends hat’s mich doch mal vom Platz getrieben.
In these days characters like Hazel Dickens seem like relicts. 2/3 of our society gives a fuck about the remaining poor third. Newspapers are proud of the increasing number of millionaires in our societies. For years wages have been diminshed and people wonder why noone cares.
Hazel Dickens knew who cared: She always was on the side of those who fought for their rights, pro-union and pro-feminism. She died on April 22nd. Today would have been her 76th birthday. http://en.wikipedia.org/wiki/Hazel_Dickens
Somehow this seems to develop into a wrong direction: few postings but many deaths.
Gils Scott-Heron never was a hero to me nor did I follow his ‘career’ in any way. But I recognized him to be a man who had something to say. In fact I wished that his impact on the rap and hip hop community had been deeper than it actually was. He died yesterday (2011, may 27th)
I can’t measure how important he was but there was a time when I used to buy hip hop records. As time went on the stuff grew uglier and more stupid all the time. They should have listened to him:
I’m about to change a few things on my web appearance, one is a new layout for my radio programme’s website: Roots.
I’m not sure yet but this is how it may look:
Another point is that I want to add a shout- or chatbox. I don’t want to leave all the communication to Facebook. If you knew a good one with spam filter please drop a line.
Since November 2009 this site serves as platform for my other websites. There you'll find enough content. It's all about my profession (school) and my passion (music). / Diese Seite dient seit November 2009 als Plattform für meine eigentlichen Websites.
The music related articles are in English and for the school stuff I prefer German. On the right you see all my websites and above are links to the pages on this blog. / Die Musikartikel sind auf Englisch und der Schulkram ist auf Deutsch. Rechts sind Links zu den Webseiten, die ich betreibe/gestalte. Oben sind Links zu den Seiten auf diesem persönlichen Blog. I'd be delighted if you get in touch with me via comment or guestbook. Have fun. / Man kann gern mitwirken über Kommentare oder das Gästebuch. Viel Spaß.
This text will be replaced by the flash music player.
www.mekons.com
Video of the Mekons doing a LIVE gig
You want to see the Mekons?? Go ahead and klick
www.wacobrothers.com
www.jonlangford.de
Sally Timms
Rico Bell
Live Archiv
Meine alte top-ten-of-all-times
1. Love: Forever Changes
2. Who: Sell out
3. Mekons: complete work
4. Neil Young: Tonight's the night
5. Captain Beefheart: Trout mask replica
6. Liverpool Scene: The amazing adventures of
7. Waco Brothers: Coyboys in flames
8. Tim Buckley: Happy sad
9. Roy Harper: Bullinaminghvase
10. Gram Parsons: Complete work
The first tickets I bought:
www.soulfood-booking.de
Liverpool Scene
Lost Highway Germany
Yahoo Diskussionsgruppe:
beschäftigt sich mit alt.country, roots music etc.
Hier kann man beitreten: